Die 5 schönsten Ostseebäder

 

„Keine Staus. Keine Hektik. Keine Cocktailpartys. Keine Handys. Keine Meetings. Keine Kompromisse…“. So tönte einer der beruhigendsten und schönsten Werbespots der letzten Jahre und fing dabei mit wunderbaren Bildern das Lebensgefühl an der Küste ein. Kein anderer Ort als die Ostsee mit ihrem weißen Sand, den endlos langen Stränden, sanften Dünen, langgezogenen Seebrücken und charakteristischen Strandkörben versprüht diesen eigenen, nostalgischen Charme. Die Leichtigkeit des Seins ist hier gepflegt, vornehm und doch immer frei und fröhlich wie die Ostsee selbst. 5 der schönsten Seebäder seien Ihnen besonders ans Herz gelegt:

 

 

1. Seebad Sellin 

Das Seebad Sellin mit seiner archetektonisch traumhaften Seebrücke und den Villen der prächtigen Wilhelmstraße muss man gesehen haben. Die „Perle Rügens“ beeindruckt mit 100-jähriger Bäderarchitektur, einem Stil-Mix aus Klassizismus, Historismus und Jugendstil, der trotz seiner vielfältigen Elemente – beispielsweise verspielte Schnitzereien auf Fassaden, Erkern, Balkonen und filigrane Veranden – einfach unverwechselbar ist. Die Seebrücke hat übrigens eine bewegte Geschichte hinter sich. Bereits 1906 wurde sie damals mit einer Länge von 508,5 m in Folge eines Bootsunglückes gebaut, um das Anlanden zu erleichtern. Eis, Brand, Stürme und der Zahn der Zeit setzten der Brücke immer wieder zu – sie wurde mehrmals beschädigt und zerstört, aber immer wieder aufgebaut. Seit 1998 erstrahlt sie wieder in am historischen Vorbild angelehntem Glanz. Das Restaurant mit Terrasse auf der Plattform bietet einen wunderbaren Seeblick, die Taucherglocke am Kopf der 394 m langen Brücke ermöglicht einen trockenen Tauchgang bis zu 4 Metern zum Meeresboden der Ostsee und bietet 30 Menschen Platz. Wunderbar baden lässt es sich natürlich auch entlang des 1 km langen und 60 m breiten Hauptstrandes oder in der „Selliner Badewanne“. Letztere ist über einen kleinen Küstenvorsprung leicht zu erreichen und besitzt einen 2 km langen, feinsandigen Südstrand mit herrlicher Aussicht auf die Ostseebäder Baabe und Göhren.

 

 

2. Hiddensee 

Erholungssuchenden und Naturfreunden kommt die Nachbarinsel Rügens mit atemberaubender Natur und einer wunderbaren Stille, unterbrochen nur von Naturgeräuschen, entgegen. Autos sind hier nämlich verboten – man geht und fährt mit dem Rad oder der Pferdekutsche. Diese Vorzüge wussten auch viele Schauspieler, Maler, Dichter und Schriftsteller im frühen 20 Jh. zu schätzen, die von der unverfälschten Schönheit Hiddensees angelockt wurden. 13 km weiße Sandstrände, authentische Fischerdörfchen und eine sanfte Heidelandschaft prägen das Bild, das besonders im Herbst mit dem orangenen Leuchten des blühenden Sanddorns tief beeindruckt. Berühmt ist der sonnigste Ort Deutschlands nicht zuletzt durch seinen 28 m hohen Leuchtturm, der als Hintergrundmotiv immer wieder in den ARD Wetternachrichten erscheint. Abschalten, die Gedanken schweifen lassen und einfach „sein“ fällt leicht in dieser ursprünglichen, unbebauten Natur mit dem Meeresrauschen, das fast überall auf dem länglichen Eiland zu hören ist. Probieren Sie’s aus.

 

 

3. Die „Kaiserbäder“ Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin auf Usedom

40 km feinster, weißer Sand, Bäderarchitektur aber auch hippe Location für Kitesurfer – die „Badewanne Berlins“, wie Usedom auch gerne genannt wird, hat für jeden was, allem voran aber natürlich historisches Flair. Während die Jugend tendenziell lieber auf der polnischen, weniger gesetzten Seite der Insel chillaxt, zieht es viele andere zu den bekannten „Kaiserbädern“. Spätestens seit einem Besuch des österreichischen Kaisers Franz I. im Jahre 1905 avancierte vor allem das Seeheilbad Ahlbeck zum In-Spot des Adels und Bürgertums. Die berühmte, wohl einzige noch original erhaltene Seebrücke mit seinen 4 Türmchen ist ein Augenschmaus, wird aber – zumindest längenmäßig – von der Seebrücke im beinahe noch mondäneren „Schwesternbad“ Heringsdorf, auch bekannt als „Nizza des Ostens“, mit 508 Metern noch übertroffen. Das Dritte im Bunde – Kaiserbad Bansin – verfügt zwar über keine Seebrücke, verspricht aber dafür etwas ruhigere Badefreuden. Eine 7 km lange, herrliche Promenade entlang des Strands verbindet die 3 Kaiserbäder, deren Sole besonders für die Atemwege heilsam eingesetzt wird. Viele Veranstaltungen runden das Urlaubsparadies im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft, zu dem Usedom gehört, ab. 

 

 

4. Travemünde 

Dort, wo die Trave in die Ostsee mündet, befindet sich das beschauliche Seebad Travemünde, das seit 200 Jahren für maritime Sommerfreuden sorgt. Ein mehr als 100 m breiter Sandstrand, eine sensationelle Strandpromenade und eine wunderbare Hafenatmosphäre sorgen für Stimmung. Unübersehbar ist das höchste Leuchtfeuer Europas, positioniert auf dem 125 m hohen, weißen Maritim-Gebäude, das gleichsam als Wegweiser zur Mündung fungiert. Die Stadtwahrzeichen – die „Passat“, eine denkmalgeschützte Viermast-Stahlbark (Schiff) und der alte Leuchtturm – lassen sich in einem der netten Cafés beim Hafen im Blick halten, viele Shops laden in der verträumten Altstadt mit schönen, alten Fachwerkhäusern zum Flanieren ein. Besonders empfehlenswert ist die berühmte Travemünder Woche von 22. – 31. Juli mit Segelregatta, Kunst, Kulinarik und Party vom Feinsten. Sportliche Begeisterung, fröhliches Treiben und ein köstliches Mahl auf der Yacht oder am Segelbuffet sorgen hier für Freude, Genuss und Abwechslung. Fazit: Die „schönste Tochter Lübecks“ überzeugt mit freundlich-glamouröser Atmosphäre ohne Schicki-Micki-Allüren oder astronomischen Preisen. 

 

 

5. Ostseebad Kühlungsborn

Dieses Ostseebad kann auf eine lange Geschichte zurückblicken: Schon 1857 eröffnete hier das erste Logierhaus in Fulgen, das mit den ursprünglich eigenständigen Dörfern Arendsee und Brunshaupten zum heutigen Ostseebad Kühlungsborn verschmolzen ist. Das beliebte Ausflugsziel der Berliner an der Mecklenburger Bucht beschert den Badegästen breite Strände, feinen Sand, hervorragende Wasserqualität und traditionsreiche wie auch schön anzusehende Villen, Hotels, Pensionen, Bade- und Kureinrichtungen in bester Bäderarchitektur-Manier. Besonders die Poststraße erfreut das Auge mit prächtigen Bauten. Wer Läden und buntes Treiben sucht, ist auf der Kühlungsborner Strandstraße richtig. Eine Seebrücke darf hier natürlich auch nicht fehlen – diese ragt ganze 240 m ins Meer hinein. Das durch Stadtwald und Waldstreifen vor rauen Winden geschützte Areal bietet unterschiedlichste Freizeitvergnügen: Ob beim Segeln, Golfen, Windsurfen, Kiten, Radfahren, bei kulturellen Veranstaltungen (Kunsthalle, Konzertgärten Kühlungsborn Ost und West) oder einfach nur beim Dösen am Strand – hier lässt sich’s leben. Sehenswerte Highlights in der Umgebung: Das noble Seeheilbad Heiligendamm, das kleine Fischerdorf und Ostseebad Rerik und das bekannte Seebad Warnemünde.

 

 

  

Brigitte Kantusch

Urlaubsbox Redaktionsleitung
Nach Ihrem Kommunikations- und Medienstudium hat sie ihr Hobby zum Beruf gemacht.
Seit Juli 2015 ist sie dem Thema Urlaub in all seinen Facetten mit flinker Feder auf der Spur.



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